

Die Wiese bleibt, sie ändert sich nie
Gesichter kehren jeden Morgen zurück
Die Sonne hängt still, Wolken verharren
In ihrer ewigen, gemalten Biegung
Ich spreche zur Luft — doch Blumen schweigen
So schön, so still, so unerträglich
Kinder lachen, doch ihr Lachen wächst nicht
Der Fluss glitzert — bewegt sich nicht
Ein silbriger Riss, der nie heilt
Ich sage, ich will fort von hier
Doch ihre Blicke sagen: Du bist krank
Und sie nennen den Wunsch unmöglich
Jeder Tag derselbe Horizont
Jedes Gesicht ein stummes Reim
Ich atme Farben, ich lebe gefangen
Im Rahmen der Zeit
Ihre Warnungen hallen in mir
Die Blüten dunkeln, die Luft wird schwer
Sie sagen: Die Grenze darfst du nicht berühren
Denn jenseits wartet nichts
Doch Schatten zittern, Flächen beben
Etwas ruft — von drüben her
Jeder Tag derselbe Horizont
Jedes Lächeln — nur gelieh’n
Ich blute durch die Farben
Zerreiß den Rahmen der Zeit
Ich renne. Pinselstriche brechen
Hände greifen, Stimmen schreien
Der Himmel bebt wie nasse Farbe
Jeder Laut ein reißend’ Tuch
Vor mir glüht der Rahmen weiß
Ein Strich, der die Welt entzweit
Das Schweigen bricht — kein Licht, kein Dunkel
Nur Tiefe, die nicht mir gehört
Doch ich stoße hindurch — die Wiese zerfällt
Der Abgrund öffnet sich weit
Keine Sonne, kein Horizont
Alle Wolken lösen sich weiß
Ich fall aus den Farben
Tropfe vom Rahmen der Zeit
Die Welt lässt los — ich gleite hinab
Ein Tropfen Farbe, der sich verliert
Was einst Gestalt war, löst sich auf
Nur ein Fleck bleibt…
Auf dem Boden der Zeit
- Lyricist
Tera Kira
- Composer
Tera Kira
- Producer
Tera Kira
- Vocals
Tera Kira

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